Wenn der Darm kränkelt

Durchfall, Erbrechen, Blähungen, Unverträglichkeiten oder Allergien können auf eine Problematik im Darm hinweisen. Darmerkrankungen sind eine der häufigsten Ursachen, warum Hunde dem Tierarzt vorgestellt werden oder ein Futter gewechselt werden soll.

Aber warum werden Problemen mit dem Darm nicht erst einmal die Ursachen gesucht?

Darmerkrankungen sind vielfältig

Zu erst einmal sollten gesundheitliche Ursachen mittels einer guten Diagnostik ausgeschlossen werden.

Mein Vorschlag in der Gesundheitsberatung ist immer erst einmal eine Untersuchung des Kots. Es gibt verschiedenen Test.

Wer gern erst einmal den Kot auf Würmer testen möchte dem kann ich zu Vetevo und dem Wurmtest Hundview?promoId=266800&slotId=98670* raten. Diesen gibt es auch für Katzen. Es gibt noch eineneinen Wurmtest Pro für den Hund dieser ist inkl. Giardien*.

Ein weiterer Kottest zielt auf das Darmbiom ab. Diese wird immer noch gern als Darmflora bezeichnet. Dementsprechend findet man den Test häufig auch unter dem Begriff „Darmfloratest“ oder „Kotfloratest“. Hier kann ich persönlich als Labor EnterosanVet empfehlen. Besonders wenn das Symptom Durchfall ist und dieser länger als eine Wochen anhält oder periodisch immer wieder auftritt, empfiehlt es sich den „Chronischen Durchfalltest“ zu machen.

Eine Dysbiose ist immer gekenzeicht von einer Toxinbelastung Symptome dieser sind in der Regel unteranderem Blähungen.

Der Vorteil dieser bei Enterosan ist, dass wir in deren Test auch immer noch die Darmgesundheit im Rahmen von Leaky Gut und ähnlichen betrachten können.

Ein Blutbild durch den Tierarzt kann auch nützlich sein, um zu sehen, ob es irgendwo vielleicht Entzündungen gibt.

Wenn sich so gar nichts in den Untersuchungen ergibt, kann man immer noch schauen, ob es sich vielleicht um Allergien handelt. Unverträglichkeiten kommen bei einem Leaky Gut zum Beispiel immer vor. Aber mit einem Allergietest für Hunde* (gibt es auch für Katzen kann man zum Beispiel die Ausschlussdiät, welche dann erfolgen muss verkürzen.

Im Grunde kann man erst schauen, wie man eine Hund oder eine Katze ernährt, wenn man weiß um welche Art der Darmerkrankung es sich handelt. Eine infektiöse Darmerkrankungen müssen anders behandelt werden, wie eine Dysbiose oder eine chronische Erkrankung. Für unsere Haustiere gibt es da leider noch kein „Kompetenznetz Darmerkrankungen“ wie bei uns Menschen. Wir müssen uns da noch ein wenig durchhangeln. Auch Nahrungsmittel selber können Schadstoffe in den Körper einschleusen und zu Symptomen führen.

 

Darmerkrankungen

 

Wie füttern, wenn der Darm streikt?

Im Grunde sollte man schauen, was der Hund/die Katze gerade fressen mag oder nicht. Gerade in akuten Phasen, kann es vorkommen, dass das Tier nicht fressen mag. Dies ist erst einmal nicht schlimm, wenn das Allgemeinbefinden nicht zu sehr gestört ist. An dieser Stelle ist es im Grunde nur wichtig, das getrunken wird.

Manchmal ist es auch ganz gut, wenn der Hund 12 – 24 Stunden fastet. Damit gibt man dem Körper die Chance, Gift- und Schadstoffe auszuleiten.

Eine Schonkost aus leicht verdaulichen Nahrungsmittel ist immer gut. Gern kann man mit der bekannten Morosuppe beginnen. Hier bekommt der Hund erst einmal Flüssigkeit und Elektrolyte in den Hund. Wenn das vertragen wird, geht man Schritt für Schritt in die Schonkost.

Mit einer Diagnose zum Ernährungsplan

Wenn Sie eine Diagnose haben oder sich der Verdacht einer Unverträglichkeit erhärtet, macht es manchmal Sinn sich an einen Ernährungsberater zu werden.

Sei wirklich für eine Ausschlussdiät, in der man zur Bedarfsdeckung immer wieder einmal rechnen sollte. Aber auch bei einer IBD muss man hier und da etwas beachten. Hier gibt es vieles wobei unterstützt werden kann.

Leider ist es eben immer noch so, dass ein Hund ein Durchfall hat und erst einmal das Futter gewechselt werden soll. Nach dem am das Futter gewechselt hat, geht es eine Weile gut, dann kommt der nächste Durchfall. Danach gerät man als Halter irgendwann in eine Spirale aus Durchfall, Futter wechseln und Nahrungsergänzungsmittel. Warum?

Macht man es einmal – direkt am Anfang – richtig, kann man häufig noch etwas retten. Auch in einer Ausschlussdiät hätte man direkt am Anfang immer noch sehr viele Möglichkeiten und muss nicht zwangsläufig schon auf die absoluten Reservefuttermittel wie Insekten oder hydratisiertes Futter umsteigen.

Problematisch wird es ja auch, wenn es gar nicht der Darm an sich ist, der kränkelt sondern ein anderes Organ.

Noch ein Wort zur „Darmsanierung“

Immer wieder wird dieses vorgeschlagen. Meist mit dubiosen Kräutermischungen. Oder einfach mal ein paar Probiotika mit Präbiotika zusätzlich. Das kann funktionieren, kann aber den Organismus noch viel mehr schädigen. Um in diesem Organ ein Gleichgewicht wieder herzustellen, bedarf es einer Untersuchung, damit man weiß, was im Biom los ist.

Gibt es dort überhaupt eine Überwucherung, welche man ausgleichen muss? Und wenn kann man es überhaupt mit der Ernährung oder wäre es erst einmal ein Fall für den Tierarzt?

Ich finde diesen Begriff genauso schrecklich wie „Entgiftung“. Auch hier gibt es vieles was empfohlen wird und im Grunde gar nicht so gesund ist, wie immer angenommen.

Natürlich können wir den Körper bei der „Reinigung“ und der „Regenerierung“ helfen, aber die Hauptarbeit muss der Körper alleine machen. Unsere Unterstützung ist immer nur sehr klein. Spätestens wenn der Hund sehr alt ist und die Organe nach und nach versagen werden wir feststellen, wie wichtig es ist gezielt zu unterstützen und nicht einfach nur etwas zu füttern und zu versuchen.

Genau deswegen macht es Sinn, sich einen eigenen Kompetenzneztwerk aus Tierarzt, Ernährungsberater (unabhängig oder gar tierärztlich), Gesundheitsberater und/oder THP aufzubauen. So bekommt man immer alle wichtigen Informationen aus ein und der selben Hand. Diese Personen kennen das Tier, den Verlauf der Erkrankung und es besteht immer die Möglichkeit der Rücküberweisung, wenn die eigenen Grenzen erreicht sind.

 

Homeoffice

Auf geht es starten wie die Woche.

Ich für mich – als Ernährungs- und Gesundheitsberater – arbeite gern mit den Haltern und auch den Befunden von Tierarzt oder THP. Für mich ist es wichtig, dass nicht alles auf meinen Schulter liegt. Immerhin möchte ich dem Tier nachhaltig helfen und nicht nur für einen kurzen Moment. Wenn ich jemanden gut unterstützen kann, ist es zwar meist nur ein kurzes vergnügen, aber die Chance, dass jemand wieder kommt oder eine Empfehlung ausspricht deutlich höher.

Zu dem Thema arbeite ich gerade (im Jahre 2022) an einem größeren Projekt. Tragt euch gern in den Newsletter unten ein und werden über Neuerungen und meinem Vorhaben informiert.



 

 

Die mit Sternchen (*) gekennzeichneten Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn Sie auf so einen Affiliate-Link klicken und über diesen Link einkaufen, bekomme ich von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für Sie verändert sich der Preis nicht.

Bildquellen

Daniela Schurig - Ernährungscoach