Kochen ist Handwerk

VonDaniela

Kochen ist Handwerk

Wer kennt ihn nicht den Spruch: „Wer kochen kann, braucht keinen Thermomix!“ oder recht neu „Wer kochen kann, wird mit dem CookIt glücklicher.“ Alternativ gibt es noch den mit der funktionierenden Küche in der man weder Thermomix noch CookIt benötigt.

Ich muss eigentlich immer über diese Aussage schmunzeln, wenn ich daran denke, in wie viele Küchen von Restaurants der Thermomix von der Version TM31 bis TM6 zu finden ist. Nun wo Bosch eine Alternative herausgebracht hat, wird es noch lustiger.

Schauen wir uns das Thema einmal an und zwar auch in Bezug auf den Hund oder die Katze. Diese finden nämlich selbstgemachte Mahlzeiten auch echt toll.

Vorurteile rund um das Kochen

Ich bin am Wochenende und auch am Abend hier und da mal auf Facebook unterwegs. Auf meinem Profil, meinen Seiten und in verschiedenen Gruppen. An dieser Stelle bemerke ich immer wieder wie entspannt meine eigenen Gruppen sind, ganz besonders meine ABAM – Gruppe.

Aber wenn man sich amüsieren möchte, gibt es eigentlich einige Gruppen, wo man die Menschen recht schnell triggern kann. Dies sind Gruppen rund um den Thermomix, den Bosch Cookit, Ernährnungsgruppen (egal ob für Tiere oder Menschen) oder Erziehung/Verhalten.

Letztes Wochenende (davor die Woche und auch heute schon wieder) hatte ich Probleme mit dem Cookit, welcher einfach nicht starten wollte. Es hat mich genervt. Es nervt auch andere User. Es wurde thematisiert in einer der offiziellen Boschgruppen. Natürlich haben wir wieder „Stunk“ gemacht. In dieser Gruppe gibt es aber auch in den letzten 3 Tagen wieder vermehrt die Frage Thermomix oder Cookit.

Das wundert mich nicht, denn das aktuelle Thermomixangebot ist wirklich nicht von schlechten Eltern. Wenn man dann mal ließt, dass alle Bosch – Experten den Cookit in den Himmel loben und die Nachtteile vom TM – welche eigentlich gar keine sind – thematisieren, wird es lustig, wenn man als Nutzer beider Geräte diese neutral gegenüber stellt und sagt, dass man persönlich den TM bevorzugt. Da wird man dann direkt angegangen, dass es ja lustig sei, dass man als Thermomix Repräsentant in einer Bosch Cookit Gruppe schreibt. Klar warum nicht, umgekehrt ist es ja genauso. Da springen doch auch alle Experten, wenn dort diese Frage auftaucht und erkläre, warum der Cookit besser sei.

Kommen wir mal zu den Vorurteilen …

Wer kochen kann, wird mit dem Cookit glücklicher. Wer kochen hasst, für den ist der Thermomix

Also ich kann definitiv kochen und ich hasse es nicht. Vermutlich auch nicht die Sterneköche, in deren Küchen der Thermomix vom TM31 bis zum TM6 zu finden sind. Kochen ist zum einen eine Leidenschaft und hat nichts mit einer Küchenmaschine zu tun. Es geht aber auch um effiziente Zeiteinteilung. Vieles können meine Küchenmaschinen einfach besser und ich kann die freigewordene Zeit nutzen. Die Küche kann aufgeräumt werden oder ich kann die Fenster putzen. Selbst wenn wir auf dem Herd ganz klassisch mit Topf und Pfanne kochen, darf der eine oder andere unserer beiden Helfer uns helfen. Sie dürfen uns zuarbeiten. So etwas wie Zwiebeln schneiden, Fleisch zu Hack verarbeiten oder ähnliches.

Wer kochen kann, braucht keinen …

Siehe Abschnitt eins – im Grunde ist es die selbe Antwort. Ich liebe es zu kochen, aber habe – gerade unter der Woche – häufig etwas zu tun. Sei es mit der Ernährungsberatung, mit der Nachbarschaftshilfe in der Hundepflege, mit meinem Terrier, im Haushalt oder mit einem Projekt welche mich gerade noch zusätzlich beschäftigen und zu denen ich noch nicht so viel sagen kann. Da ist es schon eine Erleichterung, wenn ich den Nudelteig in wenigen Minuten machen kann, während ich meine Sachen zusammenpacke und dann die Bolognese auf den Weg bringen kann, die 5 Stunden vor sich hinköchelt ohne das ich mich kümmern muss.

Wer eine funktionierende Küche hat, braucht keinen …

Wir haben eine funktionierende Küche und sogar sehr gut ausgestattet. Und nun? Ich sag es mal so: wer eine funktionierende Küche hat, der braucht auch keine Mikrowelle, keine Fritteuse, keine Kaffeemaschine oder was auch immer. Denn auch das sind alles Hilfsmittel, welche unser Leben erleichtern und die Welt etwas schöner machen.

Ich glaube diese Liste könnte ich jetzt noch unendlich verlängern. Aber diese drei Aussagen haben mich im Monat September begleitet.

Aber eine Küchenmaschine kann in einer funktionierenden Küche Strom sparen. Besonders jetzt bei den explodierenden Strompreisen ein nicht zu verachtender Punkt.

Kochen Hund thermomix

Wenn man kochen kann, …

Für Hund und Katze kochen?

Und das auch noch in einer Küchenmaschine? Also wirklich wie kann man nur …

Unsere Tiere mögen Abwechslung und im Sinne der Nachhaltigkeit macht es durchaus Sinn, das Thema mal anzuschneiden. Ich selbst bevorzuge ja eine Mischfütterung. Das bedeutet bei uns bekamen alle Tiere alles. Egal ob roh, gekocht, Fertigfutter oder gar gemischt.

So kann ich regional uns saisonal einkaufen und es wird weniger entsorgt, weil es für uns Menschen dann doch zu viel war oder wir etwas – aus welchen Gründen auch immer – nicht verbrauchen konnte. Das spart Geld, schont unsere Umwelt und schützt das Klima.

Wenn Ihr euch als Mensch abwechslungsreich und gesund ernährt, profitieren eure Tiere. Probiert es mal aus an einem Wochenende. Es ist gar nicht so schwer.

Nehmt euch zum Beispiel Geflügel, Kartoffeln oder Reis, Karotten, Zucchini, Kürbis und vielleicht Quark für eine Saucenbasis. Keine Angst, was den Nährstoffbedarf angeht. Wenn ihr die Woche über zum Beispiel ein Fertigfutter anbietet, dann ist euer Tier versorgt. Katzen benötige im übrigen nur das Geflügel und den Quark mit einem Teelöffel Gemüse als Ballaststoffe.

Viele Tierhalter – auch Besitzer von Küchenmaschinen – kochen ab einem bestimmten Zeitpunkt nur noch. Dies ist meist eine Unverträglichkeit mit dem Punkt: „ich weiß dann was im Futter enthalten ist“. Dies ist einer der Hauptgründe für selbsterstellte Rationen. Es gibt eine gewisse Flexibilität in den Nährstoffen und Nahrungsmitteln. Ich kann ja noch gezielter auf die Vorlieben von Hund und Katze eingehen. Früher hat es noch mehr Geld gespart, inzwischen werden ja die Lebensmittel teurer. Die Futtermittelhersteller werden in kurzer Zeit ihre Preise erhöhen müssen. Die Mehrkosten tragen wir Verbraucher.

Selber machen wird immer mehr zum Trend. Genauso wie man immer mehr versucht auf dem Balkon oder im Garten selbst anzubauen, um sich wenigstens um einen Teil selbst zu versorgen. Warum das nicht auch für unsere Tiere?

Schwer ist es nicht. Pläne und Rezepte gibt es im Netz super viele. Für den Thermomix gibt es einige Bücher mit Rezepten für Hund und Katze. An denen man sich orientieren kann. Wenn man nun wirklich auf Abwechslung mit Fisch und guten Ölen (für das Tier auch Lachsöl) achtet, kann eventuell sogar ohne Ergänzungen auskommen. Zur Sicherheit empfehle ich in meiner Beratung allerdings gern die eine oder andere Ergänzung (Frei Schnauze, Cook it). Dann kann ich meiner Kreativität so richtig freien Lauf lassen und muss nicht alles abwiegen oder rechnen.

Bei uns ist es dann immer die Frage, welche Küchenmaschine mir helfen darf. Wer mich kennt oder mir schon etwas folgt, kennt meinen Favoriten. Mit dem „All – in – One“ verfahren bin ich da wirklich sehr glücklich. Es ist eine frisch zubereitetet Ration, spart Energie und es ist meist recht schonen zubereitet, weil das meiste im Dampf gegart wird.

Zeiteffizient vs. …

Heißer, leiser, größer ist ein Slogan den ich für den Cookit häufiger höre. Aber eigentlich benötigt man heißer nur, wenn man wirklich ganz kross anbraten möchte. Gemüse verbrennt mir dann eher. Leiser ist auch das Signal, wenn der Schritt fertig ist. Manchmal hört man das gar nicht und es macht es nicht einfacher. Größer? Bei Suppen kann ein halber Liter Fassungsvermögen etwas ausmachen. Wir haben es tatsächlich geschafft, ein Gericht für 6 Portionen mit 2 erwachsenen und 2 Tieren an einem Abend aufzuessen und wir sind eher durchschnittliche Esser. Die Tiere haben davon auch keine Massen bekommen. Hier sehe ich also keinen Unterschied zum Spass oder Können.

Frei Arbeiten kann ich immer noch mit allen Küchenmaschinen.

Wenn ich etwas nicht mag in der Küche dann sind es Vorbereitungen und Aufräumarbeiten. Meine Lieblingsküchenmaschiene nimmt mir nun das Schälen vom Gemüse ab. Kartoffel und Gemüse werden damit noch einfacher und schneller, weil ich in der Zeit wieder andere Dinge vorbereiten kann. Gerade Karotten gibt es ja bei uns häufiger und in größeren Mengen. Das hat mich immer etwas aufgehalten. Mit dem Peeler als Originalzubehör zur Garantie oder mit dem Wunderpeeler von einem Drittanbieter ist es eine einfache Sache. Mit einem weitern Topf und dem Friend sowieso. Wie kann man da sagen, dass man etwas nicht könnte oder keinen Spass daran hat?

Diese Aufgaben wir Kartoffeln oder Karotten schälen habe ich gern abgegeben und meinen Mann machen lassen. Genauso umgedreht, wenn mein Mann das Küchenzepter hat. Es sind einfach „Hilfsarbeiten“ die aufhalten und mit dem eigentlichen Kochvorgang so erst einmal nichts zu tun haben. Dennoch müssen diese Arbeiten gemacht werden. Genauso wie viele andere Vorarbeiten, die immer noch anliegen und Zeiträuber sein können.

Ich mag die Zeit effizient nutzen, mochte ich schon immer. Ich habe ja noch mehr als nur die Küche. Aber auch mein Tag hat nur 24 Stunden. Eine Erleichterung in der Küche, wäre – wenn es die Maschinen nicht geben würde – eine Haushälterin. Diese möchte aber auch bezahlt werden. Was ist dann da wohl günstiger? Eine Zugehfrau die mir nur die Vor- und Aufräumarbeiten abnimmt? Die möchte auch bezahlt werden. Ein Au pair? Das wäre vielleicht noch eine Lösung.

Nein natürlich sind das alles keine Lösungen für nervige Arbeiten in der Küche. Sondern nur Verlagerungen auf andere. Man muss diese Zeit eben mit einplanen. Kein Koch kann alles delegieren, auch wenn er Angestellte und Auszubildende hat. Dies Arbeiten gehören einfach dazu. Wenn man nun die Küchenmaschine dafür einsetzt, dann heißt es nicht, dass man etwas nicht kann oder keinen Spaß hat.

Manchmal bin ich überrascht …

… was es so in anderen Küchen gibt. Da steht neben dem Herd und Backofen eine Mikrowelle. Der Slowcooker neben dem Schnellkochtopf. Ein Reiskocher neben der Fritteuse und eventuell noch ein Grill dazu. Ein Smoothiemaker und etwas zum Teig kneten. Vielleicht noch eine Mühle und was zum Eis crashen oder Gemüse zerkleinern. Die Eismaschine für den Sommer nicht zu vergessen.

Dann wird sich beschwert, dass man keinen Platz in der Küche hat. Oder das man so viel abwaschen muss. Manchmal auch, dass der Stromverbrauch so hoch ist und man nicht mehr weiß, wo man noch sparen kann. Hin und wieder ist man auch enttäuscht vom Ergebnis. Gern auch mal dass man ja auch Fertigprodukte zurück greifen müsse, weil es sonst zu aufwendig wäre oder zu lange dauert, weil man ja nicht so eine tolle Maschine hat

Man kann sich halt nicht alles leisten

Stimmt kann ich auch nicht. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles teuerer wird, muss ich auch schon einmal schauen, wo ich bleibe, was meine Fort- und Weiterbildungen angeht. Ich muss auch schauen, wie ich mein Auto getankt bekomme oder meine Einkäufe bezahlt.

Auch bei uns kommen plötzlich und unerwartet Kosten dazu, wie Abgaben an die Gemeinde die erhöht werden oder der Tierarzt.

Aber man kann immer was einsparen und entsprechend wirtschaften. Vielleicht dann etwas überflüssiges nicht mehr gebrauchtes verkaufen.

Wo ich definitiv nicht einsparen werden ist am Genuss. Da wir kaum die Möglichkeit haben, gut und abwechslungsreich Essen zu gehen – Mangel an Möglichkeiten in der Nähe und dann schon mal gern mit einer Anfahrt von 15 – 60 km – nutzen wir unsere heimischen Möglichkeiten in der Küche.

Denn wir können kochen und haben Spass daran, weil wir Genießer sind, genauso wie unser Hund. Wir leisten uns dann gesunde, saisonale und regionale Lebensmittel genießen die Zubereitung – gern auch mal mit freier Zeit zwischen drin um die unliebsamen Aufgaben zu erledigen – und im Anschluss das Essen. Nicht selten kommt das anerkennende Lob:

„Wie im Restaurant“ oder „Das hätte man auch in der Wirtschaft servieren können.“

Ja es kam sogar schon einmal die Frage:

„Vo wo habt ihr denn Liefern lassen? Das ist ja so lecker, dass könnte wir dann glatt selber mal bestellen“

Nix liefern lassen, dass war der Thermomix.

Heute müssten wir dann schauen, aber meist wird es dann wohl immer noch mehr der TM sein. Manchmal lautet dann die Antwort vielleicht auch der CookIt.

Bildquellen

Über den Autor

Daniela administrator

Jahrgang 1974 Ausbildungen zum: - THP - Tiertherapeut - Naturheilkundeberater - Bachblütenberater - Ernährungsberater Hund und Katze Ansprechpartner für: - Thermomix - Emmi Ultrasonic (EmmiPet, EmmiDent, EmmiSkin - AniFit.

    Daniela Schurig - Ernährungsberatung / Ernährungsoaching
    %d Bloggern gefällt das: