Vegetarisches Hundefutter

VonDaniela

Vegetarisches Hundefutter

Im Gegensatz zu der veganen Hundefütterung ist die vegetarische akzeptierter. Es ist ja etwas tierisches Protein in der Ration möglich. Vegetarisches Hundefutter ist gerade voll im Trend.
Katzen können im übrigen nicht vegetarisch ernährt werden. Sie benötigen tatsächlich hohe Fleischmengen. Ebenso ist eine vegane Ernährung bei Katzen unmöglich.  

Ebenso gibt es hier die Leute, die meinen, dass es gar nicht geht, dem Hund das Fleisch vorzuenthalten. Gern mit dem Verweis auf pflanzenfressende Haustiere. Aber warum ist eine vegetarische Ernährung bei Hunden durchaus sinnvoll?

Vegetarisches Hundefutter sinnvoll oder der großer Quatsch?

Es wird darüber geschimpft, es wird belächelt und es wird als Tierquälerei bezeichnet. Dabei wird vergessen, dass es manchmal aber eben nicht der Punkt ist, was man möchte, sondern eher, was man darf. Eine vegetarische Ernährung bei Hunden ist ein kann, manchmal eine Abwechslung und es gibt die Fälle, da ist es ein muss. 

Allergien, Leber– und Nierenerkrankungen spielen an dieser Stelle eine große Rolle. Der Tierhalter macht es ja nicht aus einer ethischen Einstellung, sondern aus einem gesundheitlichen Aspekt, welcher vermeidbare Leiden verhindert. Ein Lebershunt zum Beispiel ist ein solches Thema für eine vegetarische Ernährung – machmal auch vegan. Besonders dann, wenn eine Operation aus verschiedenen Gründen nicht mehr möglich ist. 

Eine Alternative wäre eine Euthanasie. Das möchte niemand, wenn es eine andere Möglichkeit gibt. Mit der Ernährung haben wir diese.
Sollte es bei Katzen eine solche medizinische Indikation geben, dann muss eine solche Diät tiermedizinisch betreut werden. Alles andere wäre fahrlässig. 

Der Gegensatz zu einer veganen Fütterung ist nur, dass es hier eben durchaus erlaubt ist, tierische Produkte zu verwenden. Ja sogar Fisch oder Insekten sind in manchen Strömungen möglich. Verboten ist hier nur das reine Fleisch von warmblütigen Tieren.

 

Vegetarisches Hundefutter Test

Ich bin eine unabhängige Ernährungsberatung für Hunde & Katzen und natürlich teste ich dann auch vegetarisches Hundefutter auf eigene Kosten. Zum Beispiel Granata Pet* welches tatsächlich nur Gemüse enthält oder Greenwoods Veggie mit Hüttenkäse

vegetarisches Hundefutter, veganes Hundefutter

Ich nutze die vegetarische Ernährung zum Beispiel ebenso bei der Gewichtsreduktion. Da ist es ein bisschen wie bei uns Menschen. Was weniger Kalorien liefert, kann mehr gegessen werden. Der Hund ist satt und hat trotzdem ein Energiedefizit. Dieses ist an ein bis zwei Tagen in der Woche gut einzubauen und erreicht dort mehr, als wenn man die Hunde hungern lässt. 

Dazu kommt, dass Hunde – im Gegensatz zu Katzen – einen relativ geringen Proteinbedarf haben. Diesen bekommt man durchaus mit Ei und Milchprodukten (Kefir, Joguhurt, Quark oder Frichkäse) gedeckt. Die Energie wird ja aus Kohlenhydrate und Fette geliefert. Hier gibt es verschiedenen Möglichkeiten. 

Wichtig ist im Grunde nur, dass man die Mineralien, Spurenelemente und Vitamine im Auge behält. Diese sind wie bei uns Menschen unter Umständen etwas schwieriger zu decken. Mit etwas Lebensmittelkunde und einer entsprechenden Abwechslung in der Ration hält sich der Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln in Grenzen. Inzwischen gibt es Hersteller, welche gezielt Ergänzungen für vegetarische Rationen anbieten, zum Beispiel Napfcheck*.

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Im Großen und Ganzen ist ein wenig Wissen über Lebensmittel nicht ungünstig. So kann man sich bei der Auswahl schon nach den passenden Kombinationen umschauen. So bietet Reis mehr Energie als eine Zucchini. Genau an dieser Stelle ist es die Aufgabe in der unabhängigen Ernährungsberatung zu helfen. Pläne zu erstellen oder das passende Hundefutter zu finden. 

Fermentiertes Gemüse liefert neben Vitaminen zum Beispiel gute Bakterien für den Darm und wirkt darüber als ein Probiotikum. 

Bei Fairment – meinen Lieblingsanbieter für Starterkids bei der Fermentation egal ob fermentiertes Gemüse, Kefir oder Joghurt biete ich ein kleines Extra: 5€ Rabatt ab einem Mindestbestellwert von 50€, dieser Code ist nur für Neukunden gültig (Code: Fair5)view?promoId=290885&slotId=98670*

 

Fertigfutter oder selbstgemacht – ein Frage nach für und wieder

Vegetarisches Hundefutter kaufen ist eine gute Möglichkeit, wenn man die Rationen nicht selbst erstellen möchte. In diesem Zusammenhang muss man etwas auf die Deklarationen schauen. Ist das Futter ein Alleinfutter oder eher ein Ergänzungsfutter. In einer Beratung zum Futtermittelcheck schaue ich mir das Futter dann im einzelnen sehr genau an und frage im Zweifel beim Hersteller nach.

Allerdings gibt es eine recht gute Faustformel, die einem helfen kann. weißt die Deklaration eines Futters – das trifft auch auf alle anderen Fertigfuttermittel zu – ernährungsphysiologische Zusätze, dann kann man davon ausgehen, dass dieses Futter für eine dauerhafte alleinige Fütterung geeignet ist. Diese Zusätze sind sogenannte Lochstopfer, die rein rechnerisch in der Rezeptur auftreten.

Ist ein Futter als Ergänzungsfutter deklariert oder enthält diese Zusätze als deklariertes Alleinfutter nicht, muss man erst einmal davon ausgehen, dass eine Bedarfsdeckung nicht gegeben ist. An dieser Stelle muss man dann sehr genau schaue und unter umständen rechnen. Hier kommt die Beratung oder das Ernährungscoching zum Zug. Hier schaue ich allein oder mit Ihnen gemeinsam, ob es ein Defizit gibt und wie wir dieses Loch schließen können. Es gibt dort mehrer Möglichkeiten.

Selbstgemachte Rationen machen einen zwar flexibel und frei, aber auch hier muss man auf die Zusätze achten.

Viele Menschen verteufeln diese Zusätze bei ihren Tieren. Bei uns Menschen ist es so, dass man inzwischen sehr „schräg anschgeschaut wird, wenn man auf Nahrungsergänzungsmittel verzichten möchte. Es wird von vielen Stellen behauptet, dass es in der heutigen Zeit nicht mehr möglich ist, auf diese zu verzichten, weil die Nahrungsmittel keinerlei Nährstoffe mehr enthalten. Dieses ist natürlich nicht richtig. Es ist egal in welcher Ernährungsform wir uns befinden, ob wir über uns selbst oder unsere Haustiere genauer schauen, es ist möglich einen großen Teil der Nährstoffe ohne Ergänzungen zu decken.

Aber wir müssen uns auch bewusst machen, dass nicht immer alles natürlich gedeckt werden kann, wenn man eingeschränkt in der Auswahl der Lebensmittel eingeschränkt ist. Bei einer vegetarischen Ernährung muss man zum Beispiel auf Vitamin B12 und Folsäure achten, genauso wie auf Calcium und Vitamin D, aber auch Eisen und Magnesium.

Genauso gibt es einige Verhältnisse in der Nahrung, welche wir uns immer genauer anschauen müssen. Hier sei der PEQ (Protein – Energie – Quotient) genannt, das Verhältnis zwischen Calcium und Phosphor oder auch zwischen den Omega Fettsäuren.

Alles zusammen ist kein Hexenwerk. Es gibt kleiner Kurse* zu verschiedenen Themen der Ernährung. Ich kann nur empfehlen sich – neben dem Verlinkten – einmal auf dieser Seite um zu schauen. Es gibt nämlich auch einen kleine Leitfaden zur vegetarischen Ernährung bei gesunden Hunden.

Im Fazit

Eine Fütterung ohne Fleisch ist sehr gut möglich. Dem Tier wird es an nichts mangelnd, wenn man es richtig macht. Es gibt einige Dinge zu beachten, aber es ist für den gesunden Hund eine Bereicherung. Hier kann man es gern auch einfach mal ohne großen Aufwand dazwischen schieben. Ein bis zweimal in der Woche sind dort überhaupt kein Problem.

Soll eine dauerhafte Veggi – Fütterung erfolgen, sollte man sich am Anfang helfen lassen oder sich selbst tiefgreifende Informationen beschaffen. Allerdings ist es auch hier kein Hexenwerk.

Bei dem Wunsch einer Fütterung ohne tierische Proteine im Krankheitsfall ist es immer gut, sich entsprechend beraten zu lassen. Es kann in der Verlaufskontrolle immer wieder angepasst werden. Es ist nicht unmöglich, dem Hund eine gute Lebensqualität zu geben, auch wenn seine Krankheit nicht ausschließlich durch die Nahrung geheilt werden kann.

Die Ernährung kann vieles beeinflussen, aber nicht heilen. Das müssen wir uns in jeder Situation vor Augen halten.

In meiner Fütterung und meiner persönlichen Meinung

Ich habe meinen eigenen Hund im Rahme seiner Gewichtsschwankungen an zwei Tagen in der Woche auf eine vegetarische Kost gesetzt. Er nimmt diese sehr gut an. Er mag nicht alles an Gemüse, ist dort aber recht flexibel. An manchen Tage ist die Fütterung vegan – ob wohl es eigentlich vegetarisch ist, weil nur pflanzlichen Kost – an anderen Tage ist es Ovotarisch oder Lactotarisch oder auch Ovo – Lacto. 

Bei unserem verstorbenen Feyd war es in der palliativen Betreuung eine gute Möglichkeit, seine Organe zu entlasten. Es hat die Verdauungsstörungen behoben. Wir konnten dem Burschen so noch einige Wochen schenken. Es war nicht einfach, aber immer wieder schön zu sehen, wie gern er gefressen hat. 

Bei Bekannten freut es mich, dass diese Form der Fütterung die Nierenerkrankung langsamer voranschreiten lässt. Dem Terrier geht es dem Alter und den Umständen entsprechend gut und der Darm rebelliert nicht mehr so. 

Diese Geschichten könnte ich nun Stundenlang so fortsetzen. Ich habe einige in den letzten Jahren gesammelt. Bisher habe ich keine negativen Folgen erlebt, wenn die Ration richtig zusammengestellt war. Dieses ist der wichtigste Aspekt. Die Ration muss von der Energie her passen, sie muss alle Nährstoffe – in einem längeren Zeitraum – liefern, das Tier muss sie mögen und vertragen. Dann ist diese Fütterung weder ungesund noch Tierquälerei.

Es gibt im Tierschutzgesetz keinen Passus, der vorschreibt, was wie in das Tier muß, sondern nur den Passus, dass es seinem Bedarf nach ernährt werden muss.

Das ein Hund vom Wolf abstammt ist richtig. Genauso wie wir Menschen vom Affen abstammen. Aber beide Spezies haben sich in der evolutionären Veränderung sehr weit von einander entfernt. Dies betrifft auch das Essen und den Bedarf. Niemand würde auf die Idee kommen sich wie ein Affe zu ernähren. Eine Ernährungsform, welche die der Urmenschen imitiert gibt es auch heute noch. Diese wird aber selten vertreten. Eher ist eine vollwertige Mischkost in unseren Breiten vertreten, die immer mehr zu fleischlos tendiert.

Auch bei unseren Weggefährten sollte der Weg zu einer vollwertigen Mischkost führen. Unsere Großeltern haben es uns zum Teil noch vorgelebt. Meist ganz es Reste – ein Weg den auch das ABAM bereitet. Heute muss aber niemand nur Essensreste verfüttern, obwohl die Reste einer für den einen oder anderen Haushund wohl ausreichend wären.

Viel eher sollten wir uns auf andere Wert konzertieren, als immer diese Wolfsvergleiche zu führen. So könnte man sich auf Cleanfeeding, Nachhaltigkeit oder Ressourcenschutz einstellen. Auf Regional und Saisonal oder auch auf DIY. Gerade in der Fütterung haben wir da viele wunderbare Möglichkeiten, die nicht immer teuer sein müssen. Saisonal gekauft und über verschiedene Wege haltbar gemacht, können wir auch außerhalb der Saison das eine oder andere genießen. Der frische Spargel eingefroren kann sehr Lecker sein. Ein Weißkohl, der zu Sauerkraut wird, ist sehr gesund. Eingelegte Schnibbelbohnen …

Je mehr man über sein Leben – und ich hatte die letzten zwei Jahre immer mal viel Zeit dafür – desto mehr Möglichkeiten findet man, an denen man etwas verändern kann. Es sind kleine Schritte, welche aber alle male besser sind als an einem Freitag auf die Straße zu gehen oder mit Aktionen andere Menschen zu gefährden. 

Selbst das Fell eurer Tiere sowie unsere Haare können einen Beitrag leisten. So kann es als Nistmaterial für Vögel dienen, es kann zur Wolle werden oder gesammelt in den Meeren als „Ölsaugkissen“ dienen. Alte Kleidung kann recycelt werden und so kann aus einem alten Hoodie oder Hose ein Körbchen werden. Alte Fasern kann man zu neuen Fasern verarbeiten.

Was das alles mit dem Futter zu tun hat? Eigentlich nicht viel. Außer dass man meist an einer Stelle anfängt und dann über kurz oder lang an einem Punkt kommt, wo es einem wie Schuppen von den Augen fällt. Unser Leben enthält viel Optimierungsbedarf und jeder kann für sich und für andere etwas tun. Was im kleinen beginnt, wird mit der Zeit immer größer. In der heutigen Zeit und den heutigen Abhängigkeiten immer wichtiger sich zu besinnen.

Darauf zu besinnen, was unsere Ur- und Großeltern gemacht haben, wie sie das Leben mit wenig wunderbar gemacht haben. Wo sie eingespart haben und was sie damit für uns geändert haben. Nun sind wir dran, die Zukunft für die nächste Generation zu bereiten, dass die Erde auch diese noch versorgen kann. Das Unwetter und extreme Wetterlagen – die ja schon irgendwie zu unserem Alltag gehören – nicht noch mehr an Intensität zu nehmen.

Was wir oder unser Tiere essen hat da einen großen Einfluß. Wie wir es kaufen und zubereiten ebenso. Niemand will etwas schlechtes, aber manchmal wissen wir es einfach nicht besser. Niemand ist deswegen ein schlechter Mensch. Aber wir haben noch einen sehr langen Weg vor uns. Im Moment sind wir auf dem besten Weg vom „besten Freund“ zum „Nahrungskonkurrenten“. Wir sehen es an Preissteigerungen und an leeren Regalen – egal wo. Wenn wir nicht aufhören Wolfsvergleiche zu führen, wird es sich nicht bessern.

Artgerecht ist nicht, was falsch wiederholt wird, sondern dass was die Evolution vorgesehen hat. Gerade in der Beratung ist es mir ein großes anliegen mit alten Zöpfen und Bärten aufzuräumen. Dieses tue ich bekanntlich gern mit wissenschaftlichen Beweisen. Hier kann ich also nur auf die Pizzahunde – ein von Bloch betreute Langzeitstudie – oder die Studien von Ganzloser verweisen. Hier wird man vieles finden, was ziemlich deutlich macht, warum der Wolfsvergleich in vieler Hinsicht nicht mehr sinnig ist.

Zu gute Letzt …

Wer hungert wird krank. Egal was wir Füttern oder nach welcher Theorie wir uns richten, es muss Energie und Nährstoffe in der passenden Menge liefern. Je besser die Nahrungsmittel, desto reichlicher die Nährstoffe und der Geschmack. Je besser der Geschmack, desto besser wird es gegessen/gefressen.

Auf die persönlichen Vorlieben von Mensch und Tier darf also auch geachtet werden und zwar immer und überall. Wenn ich kein Soja vertrage, kann ich es nicht essen. Wenn die Pilze im Napf übrig bleiben, muss man sie nicht unbedingt unterjubeln. Es gibt immer Alternativen.

 

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Über den Autor

Daniela administrator

Jahrgang 1974 Ausbildungen zum: - THP - Tiertherapeut - Naturheilkundeberater - Bachblütenberater - Ernährungsberater Hund und Katze Ansprechpartner für: - Thermomix - Emmi Ultrasonic (EmmiPet, EmmiDent, EmmiSkin - AniFit.

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    Daniela Schurig - Ernährungscoach