Futterplan erstellen oder anpassen

In der Futterplananalyse habe ich den Punkt „Futterplan erstellen und anpassen“ schon mit angesprochen. Eine regelmäßige Anpassung an Alter, Leben und Gesundheit ist wichtig. Zwar ist das Futter bzw. die Ernährung nur einen Säule der Gesundheit aber dafür auch eine der wichtigsten.

Futterplan erstellen

Sie möchte die Fütterung für Ihren Hund oder Ihre Katze umstellen? Sie möchten vom Fertigfutter weg? Das Barf wird nicht mehr so wirklich vertragen oder die Zeit zum Kochen wird knapp?

Sie sagen mir, was Sie aktuell füttern. Wie und in welcher Zusammensetzung gefüttert wird. Vielleicht haben Sie auch einen alten Futterplan an dem ich mich orientieren kann. Erzählen mir dann noch, was Sie sich wünschen und ich mache mich an die Arbeit.

Die Erstellung eines neuen Futterplanes dauert – je nach Auslastung – ein bis zwei Wochen. Wir schauen gemeinsam rüber, ob es passt. Wichtig ist, dass Sie den Plan verstehen und diesen umsetzen können. Wenn dieses nicht der Fall ist, arbeite ich nach und zwar solange, bis sie zu frieden sind.

Gemeinsam schauen wir uns gern auch Fertigfutter an. Die Sie vielleicht schon ausgewählt haben und gern füttern möchten. Wir analysieren und berechnen – gern auch gemeinsam – die Inhaltsstoffe und Fütterungsempfehlung.

Alles zusammen muss passen, also schauen wir auch gemeinsam auf die Fütterung der Leckerli, damit es nicht zu viel Futter gibt.

Futterplan erstellen oder anpassen

Warum die Ernährung etwas planen?

Futterplan anpassen

Die Anpassung erfolgt zum Beispiel dann, wenn Sie einen Plan eines Kollegen haben, der für Sie nicht ganz passt. Oder Sie haben bei mir einen Plan – auch hinsichtlich von Gewicht oder Erkrankungen – in einer Beratung bekommen und dieser müsste nun an neue Begebenheiten angepasst werden.

Es wird also kein neuer Plan erstellt. Nur kleinere Änderungen werden vorgenommen, bis Sie wieder 100% zufrieden sind.

Vielleicht hat sich nur ein Fertigfutter verändert und soll nun passend integriert werden.

Braucht man das?

Wenn man sich etwas intensiver mit der Fütterung seines Haustieres beschäftigt, benötigt man irgendwann die Hilfe nicht mehr. Besonders dann nicht, wenn man schon den einen oder anderen Plan hat. Häufig kann man sich an diesem orientieren.

Was man vielleicht nicht unbedingt machen sollte ist dem Rat:

„Schau einfach mal ins Internet, da kann man alles finden“

… folgen. Natürlich findet man dort alle Infos, aber ob diese dann für die Gesundheit von Vorteil sind oder nicht, steht nicht dabei.

So wird zum Beispiel bei der Fütterung von Welpen und Junghunden empfohlen, diese nicht mit einem Welpenfutter zu ernähren, weil dieses zu viel Protein enthält. Dabei sind Proteine für diese wichtig, damit sie sich entwickeln können. Nicht Proteine sind für das schnelle Wachstum zuständig, sonder die Energie.  Dazu haben Welpen einen höheren Bedarf an Mineralien und Vitaminen, die in einem Futter für Erwachsene oder über eine immer wieder empfohlene erhöhte Futtermenge allein nicht gedeckt werden kann.

Einen Futterplan erstellen kann nützlich sein. Ob man nun dafür bezahlen möchte oder es alleine nach Büchern und dem Internet macht, bliebt jeden selbst überlassen.

Nur bei den Personen, welche kostenlose Pläne anbieten – und dieses keine kurzfristige Werbekation ist – sollten man vorsichtig sein.

Vorteile eines professionellen Futterplanes

Der Vorteil ist der, dass ein guter Berater auf vieles achten, was Ihnen vielleicht gar nicht bewusst ist. Es beginnt bei dem Energie bedarf, geht weiter über das Verhältnis von Protein zu Fett und Kohlenhydrate und weiter zu den Mineralien und Vitaminen.

Viele Mineralien beeinflussen sich gegenseitig. Die Aufnahme ins Blut wird entweder begünstigt oder gemindert. Das betrifft nicht nur das Verhältnis von Calcium zu Phosphor. Es gibt diese Verbindungen zwischen allen. Auch die Vitamine sollte man nicht ganz unbeachtet lassen. Gerade bei den fettlöslichen ist es wichtig. Dazu kommt noch das Verhältnis von Omega 6 zu Omega 3 Fettsäuren.

Bestimmte Lebens- oder Futtermittel sollten in bestimmten Situationen nicht oder nur vermindert gefüttert werden. Andere dürfen dann wiederum vermehrt der Nahrung zugefügt werden. Dies ist zum Beispiel bei bestimmten Erkrankungen wichtig.

Es gibt also vieles auf was man achten muss. Man kann es lernen, das ist kein Problem. Es gibt Datenbänke die man nutzen kann oder Rechner. Aber es ist eben auch zeitintensiv. Wer Zahlen mag, wird in so einer Aufgabe aufgehen.

Wenn man einfach nur füttern möchte und das möglichst gesund und ausgewogen, der wird die Aufgabe abgeben.

Bildquellen

Daniela Schurig - Ernährungsberatung / Ernährungsoaching