Die Lebererkrankung beim Hund

Lebererkrankungen beim Hund sind relativ häufig. Sie werden aber meist erst sehr spät erkannt. Dies ist sehr schade. Würden wir regelmäßig einen Blick auf dieses Organ werfen, würden wir uns und unsere Tieren viel Leid ersparen.

Lebererkrankung – Wie merkt man, dass die Leber ein Problem hat?

Die Leber ist eines der wichtigsten Organe im Körper. Sie ist eng verbunden mit dem Darm, der Niere und der Haut. Ihre Aufgaben liegen in der Verdauung, im Stoffwechsel und in der Entgiftung.

In der Prävention wird diesem Organ oft zu wenig Beachtung geschenkt. Häufig beginnt eine Behandlung erst beim Tierarzt, wenn die Werte der Leber für eine Erkrankung sprechen. Diese erfolgt meist mit Medikamenten und einer speziellen Diät aus dem Fertigfuttermittelhandel.

Dabei können wir schon viel früher erkennen, ob sich eine Problematik der Leber entwickelt.

Lebererkrankung Hund: Symptome

Die Entgiftung ist die Aufgabe der Leber. Viele Hauterkrankungen und Unverträglichkeiten haben ihre Ursache an dieser Stelle. Der Körper sucht sich andere Ausscheidungswege, die Hauptfunktionswege des Körpers gestört sind. Das ist die Haut. Dicht gefolgt vom Darm und die Verdauung. Der Tierarzt schließt dann meist auf Parasiten oder Bakterien. Eine Infektion mit selbigen ist nicht ausgeschlossen und werden dann gern mittels Medikamente angegangen.

Wie äußert sich Leberversagen beim Hund

Die Hunde haben häufig Durchfall – gern mit einer farblichen Veränderung – oder erbrechen sich. Sie sind möglicherweise vermehrt müde und lustlos. Der Hund verweigert das Fressen. Veränderungen im Verhalten in Richtung Aggression oder Ängsten können ebenso auf eine Erkrankung der Leber hinweisen, wenn diese plötzlich auftreten. Deutliche Symptome sind Gelbverfärbungen, die sogenannte Gelbsucht und verstärkte Blutungsneigung.

Ich erinnere mich noch zu gut, wie mein alter Hund mir plötzlich mit Blutungen aus dem Maul entgegenkam, die einfach nicht aufhören wollten. Es sah viel aus und es war ein Schrecken in der Nacht. Die Ursachen für diese Blutung des Hundes haben wir nie gefunden. Nach einer Umstellung der Fütterung und einer Unterstützung des Organismus mit Vitamin K zur Gerinnung tauchte es nie wieder auf.

Juckreiz ist bei einer Lebererkrankung nicht selten. Nicht umsonst gibt es bei Google den Suchvorschlag „Lebererkrankung Hund Juckreiz„. Gerade in diesem Zusammenhang wird sehr viel in Richtung Allergie oder Unverträglichkeiten gedacht. Dabei wäre es eines der ersten Symptome an der man eine Lebererkrankung beim Hund erkennen kann.

Lebererkrankungen beim alten Hund sind relativ häufig, denn über die Jahre muss die Leber viel arbeiten. so dass sie dann im Alter immer schwächer wird. Daher wird sie auch als geriatrische Erkrankung behandelt. Das ist schade, denn wir können beim  jungen Hund schon viel präventiv erreichen. Besonders mit der Ernährung.

Bei manchen Rasse liegen genetische Dispositionen – also Vererbungen – für Erkrankungen vor. Diese müssen dann nicht ausbrechen. Hat aber ein Hund ein erblich bedingtes höheres Risiko, sollte man schon früh die Leber unterstützen.

Eine Entzündung der Leber (Hepatitis) ist sehr schmerzhaft. Daher empfiehlt es sich, bei dem Verdacht oder bei regelmäßigen Verdauungsproblemen das Gespräch mit dem Tierarzt bzw. Tierheilpraktiker aufzusuchen. Ein jährlicher Check Up ist empfehlenswert, denn dann kann man den einen oder anderen Trend früh erkennen und entgegensteuern.

Lebererkrankung Hund Lebenserwartung?

Je früher man eine Erkrankung der Leber erkennt, desto besser kann man eingreifen. Hier ist die Ernährung ein ganz großer Faktor in der Behandlung. Die Leber ist eigentlich recht regenerationsfähig.

Daher wundert es mich, dass viele Menschen bei der Diagnose zuerst nach: „Lebererkrankung Hund einschläfern“ suchen. Nein diese Diagnose ist im allgemeinen erst einmal kein Todesurteil, es sei denn, es handelt sich um ein Leberkarzinom (Leberkrebs).

Mein Hund ist trotzt einer Leberschädigung fast 15 geworden und hatte ein Gewicht von 37kg. 

Es ist bei der Lebenserwartung immer etwas abhängig von dem gesamten Paket. Wann die Schwäche der Leber erkannt und wie diese danach behandelt wurde.

Lebererkrankung Hund Behandlung?

Wenn das Tier bereits erkrankt ist, liegt die Behandlung in der Hand des Tierarztes. Dieses ist je nach Ausgangslage völlig unterschiedlich.

Hier hängt es davon ab, ob es sich um eine akute oder chronische Problematik handelt. Danach wird entschieden, ob eine ambulante oder eine stationäre Behandlung besser geeignet ist.

Lebererkankung Hund

Manchmal muss es eine Stationäre Überwachung sein.

Eines ist aber sicher: Die Ernährung ist immer ein wichtiger Bestandteil der Therapie und damit der Behandlung.

Die Ernährung bei Lebererkrankungen

Für viele Tierhalter wird die Ernährung meist erst zum Thema, wenn das Tier erkrankt. Den präventiven Einsatz von verschiedenen Nahrungsmitteln sehen wir ja selbst bei uns Menschen häufig nicht wirklich. Dabei könnte es wirklich einfach sein.

Präventive Ernährung

Sie kann dabei unterstützen, die Leber lange gesund zu erhalten.

Mein Rat ist immer, dass man bei einem Hund aus dem Tierschutz mit einer Diät beginnt, die Leber, Niere und Darm unterstützt und so langsam die gewünschte Fütterungsform herangeführt wird. Ich empfehle diese Diät dann ein oder zweimal im Jahr für etwa vier Woche durchzuführen.

In der Beratung zur Rationsgestaltung können wir gemeinsam einen Plan, für diese Kur, entwickeln und klären, warum ich die Begriffe „Darmreinigung“, „Entgiftung“ und „Ausleitung“ nicht mag oder diese verwende. Ebenso die Frage, auf was man bei der täglichen Ernährung bzw. im Leben achten kann, damit die Leber nicht über das Mass belastet wird.

Hier gibt es viele kleinen nützliche Dinge, die man gut einbinden kann.

Ernährung, wenn die Leber krank ist

Es braucht kein Fertigfutter vom Tierarzt, wenn man es nicht möchte. Das ist die erste große Information, welche wichtig ist.

Von einer Rohfütterung würde ich zum Beispiel prinzipiell abraten. Die Gefahr, eine zusätzlichen Belastung mit Keimen oder Parasiten ist für eine ohnehin schon erkrankte und damit geschwächte Leber ein weiteres Risiko.

Kochen hingegen ist sehr günstig. Zum einen wird das Futter leichter zu verdauen und zum anderen wird durch das Erhitzen einiges abgetötet.

Die Zusammenstellung und die Mengen ergeben sich aus dem Blutbild und dem Gewicht des Hundes. Eventuell sollte der Hund zunehmen. Meist müssen die Hunde allerdings das Gewicht reduzieren. Normalgewichtige Hunde dürfen aber auf keinen Fall abnehmen.

Lebererkrankung

Eine regelmäßige Kontrolle der Werte und eine Anpassung an diese und das aktuelle Körpergewicht müssen beachtet werden. Zusätzlich sollte man die Niere, die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) sowie die Gallenblase im Auge behalten.

Ein regelmäßige Konsultationen beim Tierarzt oder Tierheilpraktiker sind also Pflicht.

In der Ernährungsberatung oder im Ernährungscoaching für Hunde (und Katzen) schauen wir gemeinsam, wie wir die Rationen gestalten können. Welche Möglichkeiten sich aus der Gesundheitsberatung im Zusammenhang mit Kräutern oder Vitalpilzen ergeben. Wie sich das Gewicht entwickeln sollte.

Je nach Blutwerte oder Kotprofil überlegen wir gemeinsam, ob und welches Organ wir zusätzlich unterstützen.

Es gibt viele Möglichkeiten, dem Tier (und damit dem Menschen) Zeit zu schenken. Mit der Ernährung können wir vielleicht nichts heilen, aber wir können unterstützen und präventiv eingreifen, bevor es zu spät ist.

Bildquellen

Daniela Schurig - Ernährungsberatung / Ernährungsoaching