Hund muss abnehmen – wenn es nur so einfach wäre

VonDaniela

Hund muss abnehmen – wenn es nur so einfach wäre

Wieder einmal das wöchentliche Update zum Thema „der Hund muss abnehmen“. Wir befinden in Woche 5 und haben so mit Woche 4 hinter uns gebracht. Mit dem kalkulierten Drama auf der Waage ….

…. Lennox hat – wie erwartet zugenommen und steht über seinem Startgewicht. Ja sein Gewicht beträgt nun 13,8kg und er hat wieder 100g zugenommen. Dieses Mal musste ich nicht nach dem Grund suchen. Denn ich habe ihn bewusst über seinen Bedarf fressen lassen. Ich wollte bewusst so viele Nährstoffe wie irgend möglich in den Hund bringen.

Ist es ein Drama? Nein! Dieses Mal war es wirklich gewollt. Auch wenn gerade alle aus Unverständnis den Kopfschüttelnd werden. 

Hungerstoffwechseln beim Hund – ich hatte letzte Woche berichtet

In der letzten Woche hatte ich den Verdacht, dass mein Hund schon sehr lange unter seinem Bedarf ernährt wurde. Nun wo er viel Aufmerksamkeit bekam und wir das Gewichtsproblem angehen wollten, tat sich nichts.

Was tun? Hund muss abnehmen, aber es tut sich nichts auf der Waage. Viele würden ja zu noch weniger Futter raten. Wir haben ganz bewusst mit Nährstoffen und Energie geflutet.

Hund muss abnehmen

Ja wie jetzt? Der Hund soll abnehmen, wird aber über seinen Bedarf gefüttert und weniger bewegt? Da ist es doch logisch, dass der Hund weiter zunimmt. Ja es war logisch. Aber …

… ich wollte dem Körper und dem Stoffwechsel ganz unmissverständlich klar machen, dass er keinen Hunger leiden muss. Das es nicht nötig ist, sich Reserven zu speichern oder gar Muskeln zu Gunsten von Fetteinlagerungen abzubauen.

Das geht aber nicht, wenn ich dem Hund weniger zu futtern gebe und mehr bewege. Es fiel mir tatsächlich schwer, da nicht auf Futtermengen und Leckereien zu achten. Ich musste mich zurücknehmen und meinen Mann mal nicht bremsen, was ich sonst regelmäßig tue.

Ruhe bewahren!

ich kann verstehen, dass es erst einmal nicht einfach ist. Der Hund soll abnehmen und es wird bewusst, so gefüttert, dass der Hund zunimmt. Aber diesen Schritt gehe ich nur, wenn der Hund trotzt aller Bemühungen nicht abnimmt. Zu diesen Bemühungen gehört auch die Steigerung der Bewegung.

Ich möchte nicht, dass ein übergewichtiger Hund auf Dauer ein viel zu hohes Gewicht mit sich herumschleppen muss. Das ist – wie bei uns Menschen – alles andere als gesund.

Die Waage ist da durchaus nützlich, aber auch hier und da ein kleines Problem.

Hund muss abnehmen

Der Hund soll abnehmen, nur wie?

Sie kann irritieren, verunsichern und demotivieren. Viele Menschen kennen das Problem. Ich persönlich auch – nur in die andere Richtung.

Ich habe schon den Rat gehört: täglich wiegen und am Ende der Woche den Durchschnitt errechnen. Tut es Euch nicht an, auch nicht eurem Hund. Das bringt nur Frust.

NEM der Schlüssel zur Reduktion?

In viele Diäten – inzwischen auch bei den Tiere – gibt es Stoffwechselkuren, Darmreinigungen und Entlastungswochen. Es kann für die Psyche ganz gut sein, aber im Grunde braucht man es nicht. Gern werden diese Punkte auch mit verschiedenen – oft nicht billigen – Nahrungsergänzungsmittel (NEM) gekoppelt.

Aber auch die Futtermittelvertreter sind da ganz flott. Meist mit einem Futter und dem passenden NEM zur Umstellung.

Da kann ich den Frust verstehen, wenn sich nicht das gewünschte Ergebnis einstellt oder das JoJo kommt.

Ab diesem Punkt freut es dann den Verkäufer. Denn dieser profitiert von genau dieser Problematik und Ihr füllt ihm das Konto. Kann man zwar machen, braucht man aber nicht.

Bewegung ist das A & O

Zwar bekommt mein Hund eine Kräutermischung von Krauteria. Allerdings nicht bewusst um die Abnahme zu fördern, sondern generell. Diese vierwöchige Kur gebe ich ein bis zweimal im Jahr. Meist im Frühjahr und im Herbst. Mit der gewünschten Reduktion des Gewichtes passt es allerdings gerade ganz gut.

Es werden noch einmal zusätzlich anregende Stoffe in den Hund gebracht. Der Hund möchte sich mehr bewegen. Aber wie viel Bewegung hat der Hund jetzt effektiv? Viele Menschen denke, dass sich ihr Hund ausreichend bewegt und glauben nicht, dass man dieses noch erhöhen kann.

Schauen wir einmal genauer …

wir waren heute etwa anderthalb Stunden gassi. In dieser Zeit habe ich nach meiner Fitnessuhr allerdings nur dreizehn Aktivitätsminuten sammeln können. Mein Hund hat kurze Beine, da könnten es einige mehr sein. Da der Zwerg nun aber deutlich mehr getrödelt und geschnüffelt hat, als dass er gut gelaufen ist, kommen wir vielleicht auf einen Stunde Bewegung.

Am späteren Abend werden wir noch mal eine kurze Runde drehen. Diese liegt von der Zeit zwischen 30 und 45 Minuten. Unsere Morgenrunde wurde direkt durch die große Runde ersetzt.

Die aktive Bewegung beläuft sich als auf noch nicht einmal zwei Stunden am Tag. Durchschnittlich sind es allerdings sonst schon so zwei Stunden. Hier sind wir als bei wenig bis normale Aktivität. Als Senior nicht ganz ungewöhnlich. Zwickt und zwackt es vermutlich auch in den Gelenken.

Die Lauferei im Haus und im Garten zähle ich zum Beispiel nicht mit, weil diese nicht wirklich ins Gewicht fällt.

Bewegungsintensität erhöhen

Möchte ich nun die Gewichtsabnahme fördern, muss ich den Terrier dazu bringen sich mehr mit mir zu bewegen. Oder nicht mehr, dann aber schneller. Am besten ist immer noch beides. Etwas mehr Bewegung und diese dann auch etwas flotter.

Hier muss man Konstitution und Kondition beachten. Beides muss bei uns tatsächlich auch erst mal wieder aufgebaut werden. Der Hund ist halt in den letzten anderthalb Jahren deutlich zu kurz gekommen – in allem. Das bekommt man auch nicht von heute auf morgen wieder hin.

Bei einem geringen Übergewicht reicht es manchmal schon aus, sich einfach mehr zu bewegen. Da muss dann gar nichts an der Ernährung umgestellt werden.

Wir wandern wieder mehr. Einmal in der Woche machen wir einen kleinen Ausflug. Ebenso ist einmal in der Woche auch ein Aussetzen der Diät. Ja der Hund soll abnehmen. Aber er braucht Energie und Bewegung. Beides muss sich in einer Waage befinden.

Bewegen ist wichtig wenn der Hund abnehmen muss

Ordentlich fressen und Bewegung – der Weg aus dem Hungerstoffwechsel beim Hund.

Nächsten Montag werden wir sehen, ob meine Strategie der letzten Woche und der Protokollierung von Futter und Bewegung von dieser Woche aufgeht.

Unsere großen Runden führen uns wieder in den Wald und die Felder. Es gibt dort auch viel zu entdecken. Jetzt wo der Zwerg auch seine Umwelt wieder wahrnimmt, sieht er auch wieder die Eichhörnchen, Rehe und Hasen.

Ja ich freue mich darüber, dass er heute wieder bewusst und gezielt eine Fährte ausgearbeitet hat. Es waren nur sehr wenige Meter und ich weiß nicht von welchem Tier das Fell und damit die Spur auf dem Weg war, aber er war Spurtreu.

Über den Autor

Daniela administrator

Jahrgang 1974 Ausbildungen zum: - THP - Tiertherapeut - Naturheilkundeberater - Bachblütenberater - Ernährungsberater Hund und Katze Ansprechpartner für: - Thermomix - Emmi Ultrasonic (EmmiPet, EmmiDent, EmmiSkin - AniFit.

    Daniela Schurig - Ernährungsberatung / Ernährungsoaching
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