Wenn die Diät vom Hund in die falsche Richtung läuft

VonDaniela

Wenn die Diät vom Hund in die falsche Richtung läuft

Ja es ist wie bei uns Menschen. Nicht immer läuft die Diät des Hundes so, wie wir es uns vorstellen. Manchmal geht es zu schnell, darüber könnte man sich freuen. Dann bleibt die Waage einfach auf der Stelle stehen. Ein anderes Mal geht die Waage wieder hoch.

Am Anfang ist es noch total normal. Dennoch ist es frustrierend. Ich kenne es ja in die andere Richtung, da soll die Waage hoch gehen und sie geht immer wieder runter …

Bei meinem Hund ist es in der letzten Woche wieder hoch gegangen. Lennox hat 200g zugenommen. Im Grunde ist es nicht schlimm, weil er musste etwas Nährstoffe nachholen, aber es war dann wohl doch zu viel.

Die suche nach der Quelle beim Hund

Ich könnte jetzt direkt sagen, dass der Hund Muskeln aufgebaut hat. Immerhin waren wir mehr unterwegs. Sind mehr gelaufen und gewandert. Muskeln sind schwerer als Fett. Aber ich glaube, dass wäre gelogen.

Wir haben es einfach schleifen lassen. Ich habe meinen Mann nicht ordentlich kontrolliert und er sich selber auch nicht. Nur mit dem Hauptfutter wäre es deutlich besser gelaufen. Wenn man die einzelnen Leckereien gewogen hätte, hätte man auch gut gegensteuern können.

Aber da hier nur grob geschätzt wurde, war es natürlich viel zu viel. Wenn der Mann des Hauses schätzt, dass ein Stückchen Wiener gerade einmal drei Gramm wiegt und es dann auf der Waage neun anzeigt, kann keine Rechnung aufgehen. Ähnlich war es beim Käse oder beim Kartoffelpüree.

Hund Waage

Deswegen macht es Sinn zwischendrin mal zu wiegen.

Muss es wirklich einen Feinwaage oder Hundewaage sein?

Nein natürlich nicht. Aber ich finde diese ganz praktisch. Ich habe zum Beispiel diese Waage für den Hund. Sie ist einfach zu bedienen und gar nicht so teuer, wenn man sich einmal die veterinärmedizinischen Waagen so anschaut. Bei den Feinwagen sind es einmal diese und dann die etwas größere Waage. Dazu nutze ich die Waage vom Thermomix oder vom Cookit. So habe ich eigentlich überall eine Waage im Haus stehen.

Normal bin ich eher der Typ Augenmass und Löffelgrößen. Das man sich dabei sehr schnell vertun kann, habe ich letzte Woche wirklich bewusst festgestellt. Man kann sich wirklich schnell verschätzen. Also habe ich dass, was ich dem Lennox gegeben habe tatsächlich häufiger gewogen. Manches hatte ich zu hoch eingeschätzt, was super ist. Bei anderen war ich echt überrascht, dass es deutlich schwerer ist, als erwartet.

Ich persönlich rate ja im Coaching und in der Beratung immer wenigstens eine Woche alles, was hin den Hund geht akribisch abzuwiegen und zu notieren. Einfach um zu wissen, was der Hund wirklich frisst und wie es in der Energiebilanz und den Nährstoffen ausschaut.

Was das Trocken angeht, da bin ich wirklich akribisch. Allerdings habe ich es beim Wiegen nicht noch genau genommen. Meinen Mann habe ich dazu auch nicht angehalten, dass dieser es wirklich einmal genauer nimmt. So folgt die Strafe auf dem Fuss.

Wie geht es nun in dieser Woche weiter?

Nun da unsere Werte in der Abnehmkurve letze Woche nach untern raus waren, sind sie diese Woche nach oben raus. Ziel ist es, dass sie nächste Woche im grünen Bereich sind.

Daraus ergibt sich:

  • das Ernährungsprotokoll muss noch genauer geführt werden.
  • die Leckerchen und zusätzlichen Dinge müssen noch genauer gewogen werden.
  • das Tracking muss noch genauer nachgehalten werden, damit die Berechnungen wirklich stimmen.
  • mehr Bewegung für uns alle

Da auch ausreichend Schlaf und Entspannung wichtig ist, werden wir zusätzlich zum Ernährungsprotokoll noch ein Bewegungs- und Ruheprotokoll einführen.

Es ist jetzt wirklich Genauigkeit gefragt und ich begebe mich dann einmal auf die Suche nach den „Dickmachern“. Davon gibt es ja einige. Trockenfleisch haut ordentlich rein. Knabberstängchen aller Clouleur sind nicht ohne. Käse – britischer Cheddar wiegt 25g die Scheibe – ist sehr nahrhaft. Würstchen können schnell mehr werden, als einem lieb ist.

Da kann ich das Hauptfutter reduzieren, so viel ich möchte. Es wird keinen Erfolg haben, wenn heimlich etwas ins Hundetier kommt.

Im Grunde müssen wir Menschen uns selbst an die Nase fassen, denn wir sind der Faktor, der scheitert und niemand anderes. Für mich ist es jetzt nicht schlimm. Klar ist es ärgerlich. Aber auch kein Beinbruch. Wir sind erst in der 3. Woche und es passt noch alles. Auch wenn wir heute erst mal wieder aus dem Grünen Bereich raus sind. Das wird sich schon wieder ändern. Da bin ich mir ganz sicher. Sieben bis vierzehn Wochen waren es am Start. Wir haben als noch 5 bis 12 Wochen Zeit, um das Ziel zu erreichen. So ein kleiner Ausrutscher kann uns da nicht aufhalten oder demotivieren. Eher im Gegenteil, es motiviert mich zusätzlich.

Kann man trotzdem schon was sehen?

Ja kann man. Immerhin sind wir mit 13,7 kg gestartet und stehen jetzt – trotzt Zunahme – bei 13.5. Also sind es trotz allem schon 200g. Zweihundert Gramm, die man tatsächlich sieht und merkt.

Der Hund ist agiler, er mag tatsächlich mehr laufen. Der Hintern wirkt schmaler. Ich habe Lennox leider nicht vermessen, dass hätte ich mal tun sollen und werde ich heute noch machen. Der Bauch ist nicht mehr so schwabbelig. Der Brustkorb sieht nicht mehr so bullig aus.

Die Lipome – mit denen her ja reichlich gesegnet ist – sind zum Teil kleiner geworden. Die Verdauung hat sich dann der Gastritis wieder gut normalisiert.

Der Zwerg fordert deutlich mehr Aufmerksamkeit. Das kann zum einen daran liegen, dass er sich nun allein etwas mehr langweilt oder einfach, weil es ihm besser geht. Genau genommen macht er uns irre, weil er zu einem Zappelphilipp mutiert.

Also niemals den Mut verlieren und die kleinen Erfolge feiern.

 

Über den Autor

Daniela administrator

Jahrgang 1974 Ausbildungen zum: - THP - Tiertherapeut - Naturheilkundeberater - Bachblütenberater - Ernährungsberater Hund und Katze Ansprechpartner für: - Thermomix - Emmi Ultrasonic (EmmiPet, EmmiDent, EmmiSkin - AniFit.

    Daniela Schurig - Ernährungsberatung / Ernährungsoaching
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